Tarifrunde Metall & Elektro
Bis heute mehr als 100.000 Warnstreikende in Bayern
Bis zu fünf Stunden Warnstreik in Unterfranken – Horn: „Die Beschäftigten haben erkannt, dass die Arbeitgeber sie mit einer Hinhaltetaktik hinters Licht führen wollen.“
IG Metall
14. November 202214. November 2022
Die IG Metall Bayern hat am heutigen Montag die Marke von 100.000 Warnstreikenden in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie geknackt. Seit dem Ende der Friedenspflicht am 29. Oktober haben sich in Bayern insgesamt 100.600 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt. Im unterfränkischen Klingenberg-Trennfurt haben heute 680 Beschäftigte von WIKA, KUKA Industries und Ziemann Holvrieka für vier bis fünf Stunden die Arbeit niederlegt. Am Abend folgt noch die Spätschicht von WIKA. Bei Spie SAG im niederbayerischen Ergolding haben sich 325 Monteure an einer Warnstreik-Kundgebung beteiligt, die dafür teilweise mehrere Hundert Kilometer angereist sind. Insgesamt sind heute 1500 Beschäftigte in sechs Betrieben in Warnstreiks gegangen.
Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Die Beschäftigten haben erkannt, dass die Arbeitgeber sie mit einer Hinhaltetaktik hinters Licht führen wollen. Entsprechend groß ist ihre Verärgerung. Mit einer am morgigen Dienstag startenden massiven zweiten Warnstreikwelle werden wir jetzt die Arbeitgeber zur Bewegung am Verhandlungstisch drängen.“
Der Arbeitgeberverband vbm hatte in der vierten Tarifverhandlung immer noch keine Prozentzahl für eine Entgelterhöhung angeboten. Die IG Metall fordert für die rund 855.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
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