Autoindustrie Ott: „Für einen großen PR-Auftritt im US-Markt verrät der Audi-Chef die Unternehmenswerte."

IG Metall Bayern kritisiert peinlichen Wahlkampfauftritt von Döllner an der Seite Trumps scharf. „Investieren in den USA und Kahlschlag in Deutschland – das passt nicht zusammen.“

Zwei Auszubildende bei Audi in Neckarsulm füllen das Scheibenwischwasser nach.

26. Oktober 2026 26. Oktober 2026


Die IG Metall Bayern kritisiert den peinlichen Wahlkampfauftritt von Audi-Chef Gernot Döllner in den USA an der Seite Donald Trumps scharf. „Der Audi-Chef wirft sich schamlos dem US-Präsidenten an den Hals und lässt sich lächelnd für dessen reaktionären Wahlkampf instrumentalisieren. Für einen großen PR-Auftritt im US-Markt verrät der Audi-Chef die Unternehmenswerte“, sagt Bayerns IG Metall-Bezirksleiter Horst Ott.

Auch Zeitpunkt und Kontext der Ankündigung stoßen Ott übel auf: „Von den Audi-Beschäftigten in Deutschland verlangt das Unternehmen immer mehr Einschnitte und will immer mehr Stellen abbauen. Gleichzeitig sind jetzt mehrere Milliarden Euro da, um in den USA ein neues Werk zu bauen. Dieser Zusammenhang ist erklärungsbedürftig. Die IG Metall fordert das Unternehmen auf, die höchste Priorität auf die Zukunftsfähigkeit, Auslastung und Beschäftigungssicherung in den bestehenden Audi-Standorten zu legen. Investieren in den USA und Kahlschlag in Deutschland – das passt nicht zusammen.“

Zudem weist die IG Metall Bayern darauf hin, dass die abschließende Entscheidung über den Bau eines neuen Werks in den USA noch nicht gefallen ist. Das finale Votum trifft der Volkswagen-Aufsichtsrat.