Tarifrunde SZI 2026 Mehr Geld für Beschäftigte in Schreib- und Zeichengeräteindustrie

Löhne und Gehälter steigen in zwei Schritten um 150 Euro. Niedrige Einkommen und Auszubildende profitieren überproportional. IG Metall-Verhandlungsführer Sascha Wojtkowski: „Mit diesem Tarifergebnis stärken wir die Kaufkraft der Beschäftigten in heraufordernden Zeiten.“

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21. Oktober 2026 21. Oktober 2026


In der zweiten Verhandlung hat die IG Metall Bayern am Dienstagabend einen Tarifabschluss für die rund 3500 Beschäftigten der Schreib- und Zeichengeräteindustrie erreicht. Nach einer Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro im Dezember 2026, die auf Januar 2027 verschiebbar ist, steigen die Löhne und Gehälter im Juli 2027 und im Juli 2028 jeweils um 75 Euro. Auszubildende erhalten zu den gleichen Zeitpunkten 150 Euro als Einmalzahlung und eine Erhöhung der Vergütungen um zweimal 50 Euro. Um 50 Euro auf 350 Euro steigt der Betrag, den die Arbeitgeber pro Beschäftigtem in einen Demografie-Fonds einzahlen, aus dem unter anderem Altersteilzeitregelungen finanziert werden. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 25 Monate.

IG Metall-Verhandlungsführer Sascha Wojtkowski sagt: „Mit diesem Tarifergebnis stärken wir die Kaufkraft der Beschäftigten in herausfordernden Zeiten. Überproportional profitieren die Beschäftigten mit niedrigen Einkommen, die besonders unter den gestiegenen Preisen leiden. Auch die Auszubildenden entlasten wir überproportional und steigern gleichzeitig die Attraktivität der Ausbildung. Damit haben wir unsere Ziele in dieser Tarifrunde erreicht. Möglich gemacht haben das erst unsere Warnstreiks, mit denen wir die Arbeitgeberseite in Bewegung gebracht haben.“

An den Warnstreiks in den vergangenen Tagen haben sich insgesamt über 1000 Beschäftigte beteiligt. Zur Schreib- und Zeichengeräteindustrie gehören die fünf fränkischen Betriebe Schwan-STABILO in Heroldsberg und in Weißenburg, Faber-Castell in Stein und in Geroldsgrün sowie Lyra in Nürnberg.



SZI Tarifnachrichten 2026/3 - Ergebnis