Die IG Metall hat bei den Betriebsratswahlen 2026 in Bayern 74 Prozent aller Mandate in ihren Branchen gewonnen und damit ihr Ergebnis deutlich gesteigert. Bei den Wahlen 2022 hatte die IG Metall im Freistaat 70 Prozent der Mandate erreicht. „Dieses starke Ergebnis in stürmischen Zeiten ist ein großer Erfolg für die IG Metall und eine Bestätigung der guten Arbeit unserer Betriebsrätinnen und Betriebsräte. Die IG Metall hat damit ihre Position in den bayerischen Betrieben weiter gestärkt“, sagt Bayerns IG Metall-Bezirksleiter Horst Ott.
Nach Auswertung von rund 70 Prozent der Ergebnisse stellt die IG Metall in Bayern 87 Prozent der Betriebsratsvorsitzenden und sogar 92 Prozent aller freigestellten Betriebsräte. Die Wahlbeteiligung liegt mit 63 Prozent deutlich höher als 2022 mit 56 Prozent unter Corona-Bedingungen.
Rechte Listen haben bei den Betriebsratswahlen in Bayern praktisch keine Rolle gespielt. Lediglich bei Audi in Ingolstadt hat die rechte und von der AfD unterstützte Gruppierung „Zentrum“ eine eigene Liste mit nur drei Kandidaten eingereicht, von denen dann mit einem Ergebnis von 3,7 Prozent nur zwei ins Gremium eingezogen sind. Die IG Metall hat die Wahl bei Audi mit 83 Prozent der Stimmen und 47 von 55 Mandaten haushoch gewonnen. Das bayernweite Ergebnis von „Zentrum“ lautet 0,03 Prozent.
Belegschaften wissen, wie wichtig eine starke IG Metall ist
Ott ordnet ein: „Die Rechten haben angekündigt, die Betriebe zu erobern, und sind nun krachend gescheitert. Die IG Metall ist und bleibt die starke Kraft in den Betrieben und setzt sich dort Tag für Tag für die Interessen der Beschäftigten ein. Die Wahlen haben gezeigt, dass die Belegschaften wissen, wie wichtig eine starke IG Metall für sie ist. Und nur Betriebsräte mit der IG Metall im Rücken sind in Konflikten auch tarifpolitisch handlungsfähig. Wir stehen für Demokratie, Gerechtigkeit, Mitbestimmung, soziale Sicherheit und Solidarität. Wir greifen die Sorgen, Ängste und auch die Wut der Beschäftigten auf und sind die Stimme der Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber.“
Bei den Betriebsratswahlen ist es der IG Metall auch gelungen, neue Betriebe zu erschließen. So erreichte die IG Metall-Liste bei Knorr-Bremse in München erstmals die absolute Mehrheit. Beim Allgäuer Maschinenbauer Multivac mit 2500 Beschäftigten ist erstmals überhaupt eine IG Metall-Liste angetreten und erzielte auf Anhieb ebenfalls die absolute Mehrheit. „Diese Beispiele zeigen: Es gibt für die IG Metall noch viele Betriebe zu erschließen und viele Beschäftigte zu gewinnen. Die IG Metall breitet sich weiter aus“, sagt Ott. Dazu passt auch diese Zahl der Betriebsratswahlen in Bayern: 36 Prozent aller gewählten Betriebsrätinnen und Betriebsräte sind neu im Amt.