Die Beschäftigten der drei STAEDTLER-Standorte in Nürnberg, Neumarkt und Sugenheim demonstrieren an diesem Donnerstag gemeinsam in Nürnberg für ihre Zukunft. Die IG Metall ruft für 13 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Werkstor von STAEDTLER in Nürnberg auf (Moosäckerstraße 3).
STAEDTLER will die Standorte in Neumarkt und Sugenheim schließen und den dortigen Beschäftigten Arbeitsplätze in Nürnberg anbieten. „Die Beschäftigten hängen komplett in der Luft. Das Unternehmen hat noch keine konkreten Planungen vorgelegt, welche Arbeitsplätze den Beschäftigten aus Neumarkt und Sugenheim in Nürnberg angeboten werden. Ohne diese Grundlage sollen die Menschen jetzt die schwerwiegende Entscheidung treffen, nach Nürnberg zu wechseln. Wir fordern Respekt, Sicherheit und Perspektiven für alle Beschäftigten – egal ob sie in der Lage sind nach Nürnberg zu wechseln oder eben auch nicht“, sagt Eva Wohlfahrt, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Westmittelfranken.
Olga Redda, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Regensburg, ergänzt: „Die angekündigten Werksschließungen sind ein harter Einschnitt für die Beschäftigten und ihre Familien. Sie bedeuten den Verlust ihres Arbeitsplatzes oder eine massive Veränderung ihrer Lebensrealität mit längeren Pendelzeiten, höheren Lebenshaltungskosten und familiären Belastungen. Außerdem schwächt diese Unternehmensentscheidung die regionale Wirtschaft und das soziale Gefüge an den Standorten. Wir fordern klare Zukunftsperspektiven für die Beschäftigten, die künftig in Nürnberg arbeiten. Und wir fordern tragfähige Lösungen für alle, die nicht nach Nürnberg wechseln können oder wollen.“
STAEDTLER will zentrale Produktionsbereiche nach Polen verlagern, darunter die holzgefassten Stifte aus Neumarkt, die Wopex-Stifte aus Sugenheim und die Minenfertigung aus Nürnberg. In Neumarkt arbeiten zurzeit rund 200 Beschäftigte, in Sugenheim rund 100 Beschäftigte und in Nürnberg rund 700 Beschäftigte.
Sebastian Henn von der IG Metall Nürnberg macht klar: „Die Nürnberger STAEDTLER -Belegschaft ist solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen aus Neumarkt und Sugenheim. Zugleich sorgt sie sich auch um die Arbeitsplätze in Nürnberg. Unsere Botschaft ist klar: Wir lassen uns nicht spalten und fordern eine sichere Zukunft für alle STAEDTLER -Beschäftigten. Der Arbeitgeber muss soziale Verantwortung übernehmen.“